Kurzfassungen

der Beiträge in den MITTEILUNGEN des Heimatvereins Oberasbach, Heft 44 (Nr. 2005/1)

 

 

 1. Helmut Naczinsky:

Kommunale Städtepartnerschaft – Bausteine auf dem Weg zu einem vereinten Europa: Städtepartnerschaften Oberasbachs

Den Anstoß zu diesem Artikel gab die Besiegelung der 4. kommunalen Partnerschaft von Oberasbach mit dem italienischen Kurort RIOLO TERME am 29. April dieses Jahres. Nach Niederwürschnitz in Sachsen 1991, der Stadt Olawa in Polen 1999 und der französichen Verwaltungsgemeinschaft L`Aurence et Glane Dévelopment im Limousin 2002 sind die internationalen vertieften Kontakte unserer Stadt mit europäischen Kommunen in diesem Jahr wieder erfreulich erweitert worden.

Der Autor stellt in seinem Beitrag die vier Partnerkommunen einzeln vor und betont darüber hinaus die Bedeutung des Kulturvereins Oberasbach als Katalysator für diese Bemühungen.

Schließlich führt Helmut Naczinsky auch allgemeine Gedanken an über die Möglichkeiten und Bedeutung solcher Kontakte im zusammenwachsenden Europa trotz Sprach- und Entfernungsbarrieren zwischen den Gemeinden.

 

2. Anne und Herbert Salomon:

Aus der guten alten Zeit oder wie man einen Selbstmord protokolliert

Die Familie Salomon hat wieder einen kleinen „Schatz“ aus dem Leben und Alltag unserer Gemeinde im letzten Jahrhundert ausgegraben: ein Fall, der damals verwaltungstechnisch neu und deshalb schwierig zu bearbeiten war! Es ging um einen 125 Jahre zurückliegenden Freitot eines Oberasbacher Bürgers, den es korrekt im neu geschaffenen Sterberegister im damaligen Rathaus zu protokollieren galt. Zu diesem Fall hat Familie Salomon einen Schriftverkehr zwischen der Gemeinde Oberasbach, dem königlichen Bezirksamt Fürth und der Staatsanwaltschaft beschrieben, der aus vier Schreiben bestand – auf der Vor- und Rückseite eines Briefbogens geschrieben (!) - und der innerhalb von zwei Wochen ordnungsgemäß „erledigt“ werden konnte.

 

3. Reiner Schübel:

Bibelgarten der Stephanusgemeinde

Angeregt durch den Besuch bei einer anderen Pfarrgemeinde ist auf den Grünflächen der Stephanusgemeinde ein Bibelgarten angelegt worden, der am 25. September 2005 im Rahmen des 40jährigen Jubiläums der Stephanuskirche offiziell eröffnet werden soll. Pfarrer Schübel beschreibt die Anfänge der Realisierung mit vielen Gemeindemitglieder und Pflanzenpaten zusammen und den jetzigen Ausbaustand. Mit einem Ölbaum hat es angefangen. Inzwischen enthält er viele, nicht nur mediterrane Pflanzen mit einer Beschreibung und dem Bibelzitat. Er steht allen Besuchern des Friedhofs, des Hainbergs oder der Stephanusgemeinde offen.

 

4. Bruno Haferland:

Holzaktion

Bruno Haferland beschreibt in diesem anektodischen Beitrag den Fall eines Holzraubs auf dem Hainberg nach einem Windbruch in der Nachkriegszeit um 1947. Er endete mit einer Geldbuße sowie einem erweiterten Holzvorrat einiger Kreutleser Familien vor der nächsten Heizperiode.

 

5. Karl Bezenka:

Mausfallenhändler

Der inzwischen verstorbene Autor fand als Egerländer nach dem 2. Weltkrieg in Oberasbach eine neue Heimat. Er beschreibt in einer Jugenderinnerung die slowakischen Wanderarbeiter und Händler, die sich im Egerland vor allem bei den Bauern nützlich machten. Sie übernahmen im Frühjahr und Sommer Arbeiten auf den Bauernhöfen und boten kleinere Haushaltsutensilien auf Bauchläden an. So genannte Mausfallenhändler verkauften auf schwer bepackten Karren Werkzeuge und Material für den Alltag an, darunter auch Fallen für Mäuse, Ratten oder Marder. Sie waren allesamt integriert im normalen Alltag und zogen sich im Herbst wieder zu ihren Familien zurück.

Von den vielen Gedichten, die Karl Bezenka hinterließ, ist im Anschluss an den Artikel sein „A Kluina Lausbou“ im Egerländer Dialekt abgedruckt.

 

6. Werner Baumbach:

Oberasbach während des 1. Weltkrieges – Fortsetzung aus Heft 40 und Schluss

Der Bearbeiter führt Feldpostkarten vom Oberasbacher Soldaten Michael Bierlein aus Frontstellungen in Frankreich aus den beiden letzten Kriegs-jahren an, aus denen sehr deutlich die Not und der Frust unter den Frontsoldaten sprechen. Die letzte Karte wurde aus einem Lazarett in Wiesbaden Ende Oktober 1918 nach Oberasbach versandt. Zwei Wochen später wurde Waffenstillstand vereinbart.

 

7. Adele Fischer:

Zwei Buchbesprechungen

Die Nürnberger Autorin Lena Bloom alias Ottilie Arnst hat mit den hier besprochenen Kriminalromanen: „Rosen in Sankt Johannis“ und „Trügerischer Schein“ ein erfolgreiches Debüt gegeben. Frau Adele Fischer hat die Romane „verschlungen“ und empfiehlt sie als spannende, intelligente, aber auch mit viel Regional-Kolorit gespickte Lektüre.