Kurzfassungen

der Beiträge in den MITTEILUNGEN des Heimatvereins Oberasbach, Heft 43 (Nr. 2004/2)

 

1. Pfarrerin C. Egg-Möwes

Ansprache anlässlich der Einweihung des Gefangenen-Denkmals in Oberasbach am 11.9.2004 im Kirchenhof St. Lorenz

1921 wurde im Kirchenhof von St. Lorenz zu Ehren der gefallenen und vermissten Soldaten aus Oberasbach, die im Ersten Weltkrieg ihr Leben verloren, ein Denkmal errichtet. Es dauerte fast 60 Jahre, bis auch den Gefallenen und Vermissten des Zweiten Weltkriegs ein Ehrenmal gesetzt wurde.

Das neue Denkmal erinnert an 107 Menschen aus Oberasbach, die zwischen 1939 und 1945 in Oberasbach oder irgendwo auf dieser Welt fielen, verunglückten oder verschollen blieben.

Das Denkmal konnte auf Grund von Zuschüssen der Stadt sowie Spenden der Kirchengemeinde St. Lorenz, verschiedener Vereine und Bürger errichtet werden.

Auf dem neuen Gedenkstein sind die Worte des Liedes von Martin Luther eingeschlagen:

„Verleih uns Frieden gnädiglich, Herr Gott, zu unsern Zeiten“.

Der abgedruckten Ansprache von Pfarrerin Egg-Möwes angehängt erscheint eine Liste der zu ehrenden Soldaten. Auch ist im Original die Mitteilung an die Angehörigen vom Tod des Gefreiten Werner Geyer, der in einem Gefecht an der Weichsel am 7.8.1944 getötet wurde, abgedruckt.

 

2. Herbert Geyer

Betrachtungen eines über 80-jährigen zu seinem Leben in Unterasbach seit nunmehr 75 Jahren

Herbert Geyer beschreibt in seinen Erinnerungen vor allem seine Zeit als Schüler und Jugendlicher bis Kriegsbeginn.

1928 zog er mit seiner Familie von Nürnberg-Buchenbühl nach Unterasbach. Mit Erinnerungen an den Hausbau seiner Eltern in der Hauptstraße in dieser schwierigen Zeit begann er seine Erzählung. Er berichtet vom Alltag seiner Kindheit im Elternhaus, in der Schule und von seiner Freizeitgestaltung. Der „Abenteuerspielplatz“ Hainberg spielte damals für ihn schon eine große Rolle, sei es als Fundplatz für Munitionsreste und für „Karbid-Versuche“. Er beschreibt (mit Skizze!) die harmlose Konstruktion einer „Hollunderbüchse“, mit der Eicheln „verschossen“ werden konnten.

Im „Jungvolk“ wurde seine Freizeit dann später immer häufiger mit Heimatabenden, Wanderungen, Gelände- und Marschierübungen gefüllt. Auch die Sonderaufgabe: „Festungsbau“ in einer der vielen aufgelassenen Lehmgruben war nicht selten angesagt. Seine detaillierten Erinnerungen unterbrach er immer wieder durch Hinweise auf damalige politische Schlüsselereignisse. Kein Wunder, denn er kam aus einem politischen Elternhaus: sein Vater war 2. Bürgermeister in Oberasbach und später in den 30er Jahren als „roter Lump“ verschrieen.

Seine Erinnerungen enden mit seiner Einberufung und ersten Eindrücken im Russlandfeldzug.

Herbert Geyer verstarb im Juli 2004.

 

3. Dr. Günther Scheer

Nachtrag zum Artikel: Der Pegel Neumühle an der Fernabrücke

im Heft 42.

 

4. Manfred Gruber

Menschen in unserer Stadt: Die Praml

Marianne Praml ist und bleibt mit ihren 86 Lebensjahren ein Oberasbacher Original! Manfred Gruber beschreibt ihren Weg nach Kriegsende aus dem Raum Hamburg in unsere Gegend, zunächst nach Zirndorf. Später nach der Familiengründung baut sie sich an der Rothenburger Straße mitten in Altenberg eine kleine Verkaufsstelle auf, zunächst für Speiseeis und Süßigkeiten. Kunden waren häufig Schüler aus der gegenüber liegenden Schule.

Später konnte sie einen größeren Kiosk an der Haltestelle Fürth-Süd errichten, den sie aber nach Ausbau dieses wichtig gewordenen Verkehrsknotenpunkts wieder aufgeben musste. Allerdings konnte sie den Kiosk wieder in Altenberg in der Nähe der früheren Verkaufsstelle aufstellen. Damit war die Grundlage für eine wesentliche Erweiterung ihres Geschäftes zu einem „Tante-Emma-Laden“ , dem einzigen in unserer Gegend, möglich. Trotz der vielen Großmärkte in ihrer Nähe konnte sich bis heute „die Praml“ durch ihr spezielles Serviceangebot behaupten. An ein Aufhören verschwendet sie noch keine Gedanken.

 

5. Anne und Herbert Salomon

Vom Schwarzbrot backen

Das Ehepaar Salomon beschreibt die Zubereitung und Rezeptur eines Schwarzbrots nach einem alten Rezept. Der Heimatverein Oberasbach ließ das Brot in einer heimischen Bäckerei nachbacken und verkaufte dieses (mit großem Erfolg!) an seinem Stand während des Weihnachtsmarktes Oberasbach.