Heft 40 (Nr. 2003/1) der MITTEILUNGEN des Heimatvereins Oberasbach

 

1.   Johann Sörgel: Das ehemalige Fabergut in Oberasbach

Johann Sörgel, Beirat im Heimatverein, beschreibt die Geschichte des Faberguts in Oberasbach von seiner Entstehung ab 1874 bis zur Auslösung 1947.

 

Neben Gutshöfen in Stein-Untersweihersbuch und Zirndorf-Anwanden (Wolfgangshof) erwarb die Familie von Graf Lothar von Faber aus Stein auch in Oberasbach mehrere Höfe mit Wald-, Acker- und Wiesenflächen, die er zentral vom sogenannten Verwaltergebäude in der Bachstraße aus bewirtschaften ließ. Zum Gut gehörten insgesamt 8 Bauernhöfe mit 125 ha Land. Die Besitzer der weltbekannten Bleistiftfabrik leisteten sich somit einen sehr umfangreichen Grundbesitz, der sich insgesamt in unserer Region auf über 4000 ha Land, davon Dreiviertel Wald (= Jagdrechte!) belief.

Der letzte Verwalter des Oberasbacher Faberguts war ab 1920 Ludwig Sieber. Nach Auflösung des Guts 1947 und der Übereignung an die Bayerische Landessiedlung konnte er noch das Wohnrecht dort genießen. Die 8 Bauernhöfe wurden mit den Flächen zumeist an Oberasbacher Landwirte und Bürger verkauft.

 

2.   Anne u. Herbert Salomon: Erinnerungen an die Jugend

 Den Brief zum 75. Geburtstag des Landwirts Urban Kleinlein, geschrieben im Jahr 1976 von seinem Bekannten und Jugendfreund Christoph Geymeier, hat die Familie Salomon „ausgegraben“. Er enthält zahlreiche lustige und interessante Einblicke in die gemeinsam verbrachte Jugendzeit in den 20er Jahren.

 

3.    Manfred Gruber: Das Oberasbacher Sühnekreuz hat einen neuen Platz gefunden.

Die Geschichte des über 500 Jahre alten Sühnekreuzes hat bereits Helmut Mahr in seinem Buch: „Oberasbach, 1000 Jahre und mehr“ beschrieben. Es wurde 1475 vom Verursacher eines „Verkehrsunfalls“, bei dem eine Bäuerin fahrlässig von einem Pferdefuhrwerk überfahren und getötet wurde, als eine der Sühneleistungen aufgestellt. Sein ursprünglicher Standort war der Kirchenweg nach Zirndorf. Manfred Gruber zeichnet auf, wie dieses Zeugnis mittelalterlicher Rechtsauffassung „gerettet“ werden konnte. Sein neuer Platz ist nahe der Kreuzung Hochstraße / Oberasbacher Straße in der Nähe seines früheren Standortes.

 

4.   Manfred Gruber: Der Bildband Oberasbach von 1900 bis 1970“ erscheint.

Manfred Gruber beschreibt die Initiative des Heimatvereins, einen Bildband über unsere Stadt zu veröffentlichen.

Vorausgegangen war ein Angebot des SUTTON-Verlags in Erfurt, eine solche Publikation aufzulegen. Das Buch mit Bildern und dazugehörigen Erläuterungen aus der Zeit zwischen 1900 und etwa 1970 kann zum Preis von 17,90 Euro im örtlichen Buchhandel oder im Rathaus Oberasbach erworben werden.

 

5. Werner Baumbach: Oberasbach während des 1. Weltkriegs

In dieser Fortsetzung geht Werner Baumbach an Hand zweier Schriftstücke von Oberasbacher Soldaten an der französischen Front bei Arras auf die immer schwieriger gewordene Situation in der Zeit von April und Mai 1917 ein.