Heft 38 (Nr. 2002/1) der MITTEILUNGEN des Heimatvereins Oberasbach
In diesem Heft wurden ausschließlich Beiträge von
Teilnehmern aus dem Projekt des Heimatvereins: „Heimat im Wandel –
Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft“ abgedruckt. Diese wurden bereits
in einer Ausstellung im Rathaus Oberasbach während des Stadtfestes Oberasbach
am 4. – 5. Mai 2002 der Öffentlichkeit vorgestellt. Des weiteren sind 6
Farbfotos von der Ausstellung und Begleitveranstaltungen zu diesem Projekt von
Johannes Fischer sowie ein Farbfoto-Beitrag von Hans Großmann enthalten.
1.
Manfred Gruber: Unser Projekt: Heimat im Wandel – Vergangenheit –
Gegenwart – Zukunft.
Unser
2. Vorsitzender Manfred Gruber beschreibt in seinem Artikel die Vorgeschichte
dieses gemeinsam mit dem Jugendforum Oberasbach organisierten Projektes, das
sein Vorbild in einer Veranstaltung des Vereins 1-2-3 e.V. in Seukendorf
(„1000 Bilder Heimat“) hatte. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten haben
letztlich doch viele Oberasbacher Bürger und Vereine sehr vielfältige und
interessante Beiträge zum Thema: „Heimat im Wandel“ als Text- oder
Bildbeiträge, als Modelle oder mit Fotos beigesteuert. Die meisten der vielen
hundert Fotos und anderen Beigaben wurden in einer Ausstellung im Rathausfoyer
zusammengestellt, über die in der Presse ausführlich berichtet wurde. Als
Fazit für die Zukunft zitiert Herr Gruber den Satz aus einer Arbeit der
Kindergruppe des Bundes Naturschutz: „Wer sich mit der Heimat beschäftigt,
wer nachdenkt, wer Pläne macht, schlägt Wurzeln und ist bereit, für seine
Heimat auch in Aktion zu treten“.
2.
Johanna Drechsler: Mädchenjahre in Kreutles
In den Erinnerungen an ihre Mädchenzeit in den dreißiger Jahren und während der Kriegsjahre in Kreutles beschreibt Johanna Drechsler den damaligen Schulalltag und die Freizeitbeschäftigungen als junges Mädchen. Sie berichtet von Jugendstreichen, von lustigen und weniger lustigen Aktivitäten im Schulklassenverband und Freundeskreis in dieser Zeit. Und sie kommt am Schluss ihrer Ausführungen als heute über Siebzigjährige zu der Erkenntnis: „Je älter man wird, desto mehr kehren die Erinnerungen an die Jugendjahre – die Heimat – zurück“.
3.
Anne Salomon: Gedanken zur Heimat – geordnet am Alphabet
In
einem Bogen von „A wie Albrecht-Dürer-Straße“ über „N steht für Natur,
Nachbarschaftshilfe, Nachrichten“ bis „Z gehört zu Zuhause, Zweisamkeit,
Zeitung“ spannt Anne Salomon ihre Gedanken zum Thema Heimat.
4.
Ulla Drechsler: Jugendjahre in der Kriegs- und Nachkriegszeit
Der
Schwerpunkt der Erinnerungen von Ulla Drechsler liegt in der unmittelbaren
Nachkriegszeit in Zirndorf und ergänzt deshalb die oben zitierten Erzählungen
ihrer Namensvetterin. Die meist positiven Kontakte mit amerikanischen
Besatzungssoldaten werden erwähnt; von einigen „Versorgungsfahrten“ und der
„Hamsterzeit“ ist auch die Rede. Bei ihrer Einschulung ersetzte eine
geschenkte Breze die früher und später üblichen Schultüten. Ein Schulstreik
wegen Einführung der Bekentnisschule wird zitiert, genau so wie ein auf
abenteuerliche Weise wiedergefundener Hut der Lehrerin während eines
Bahnausflugs der Kirchengemeinde. Durch Heirat wurde Oberasbach zur neuen Heimat
der Autorin.
5.
Irmgard Bauer: Umbenennungen von Straßennamen in Oberasbach
In einem umfangreichen Beitrag stellt Irmgard Bauer ihre Recherchen über Änderungen von Straßennamen – vor allem nach dem 2. Weltkrieg – vor. Dabei ging es nicht nur um Umbenennungen oder Beseitigungen von Namen oder Zeichen aus dem 3. Reich. In diesen Änderungen spiegelt sich auch die enorme Entwicklung und Erweiterung der bebauten Flächen in Oberasbach als Großgemeinde und schließlich auch als Stadt wieder. Nicht zuletzt durch eine alphabetisch geordnete Liste aller umbenannten Straßen wird dieser Beitrag zu einer wichtigen Fundstelle für alteingesessene und neue Bürger Oberasbachs.
6.
Kindergruppe des Bund Naturschutz in Oberasbach: Park im Asbachgrund
Diese Kindergruppe von meist 7- bis 10-jährigen hat sich intensiv mit den Gestaltungsmöglichkeiten eines „Parks“ im Asbachgrund beschäftigt, sich somit mit der Zukunft unserer Stadt befasst. Ob Wasserspielplatz, Freilufttheater, Westernstadt oder Aussichtsturm, die dort geborenen Ideen deuten nicht nur den Fantasie-Reichtum der Kinder, sondern auch ihre Sorgen um einen eventuell zugebauten Asbachgrund an, der für sie so gut wie verloren erscheint. Nicht alles erscheint utopisch, auch nicht der Zeitraum, in dem solche Umgestaltungen möglich sind: die Kindergruppe setzt ihn vorsichtshalber in Jahrzehnten an.
7.
Herbert Salomon: Daheim in unserer Stadt
Prosa
8.
Herbert Geyer: Ein Klassenbild von 1935
In diesem Beitrag wird eine typische Untersichtssituation der Klasse des Autors in der Volksschule Oberasbach von 1935 beschrieben. Herbert Geyer berichtet darüber hinaus, wie viel gleichaltrige Mitschüler im Krieg gefallen sind. Ein Abdruck der Todesnachricht seines Bruders Werner von der Front im Osten beschließt diesen Beitrag.
9.
Günther Scheer: Ergebnisse einer Umfrage zum Thema: Heimat
Ergebnisse von Umfragen in „DIE WOCHE“ zu den
Themen: Was betrachten Sie als Ihre Heimat?
und Welchem Ort fühlen
Sie sich am stärksten verbunden?
10.
Aussprüche und Zitate berühmter Autoren zum Thema Heimat
Zusammenstellung von Manfred Gruber.