Heft 36 (2001/1) der Mitteilungen des Heimatvereins Oberasbach

 

Dr. Günther Scheer:  Die Gustav-Adolf-Quelle in Fürth-Weikershof

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden in Fürth zahlreiche Tiefenbohrungen durchgeführt, von denen man sich die Entdeckung bisher noch unbekannter Steinkohlenvorkommen oder anderer Bodenschätze erhoffte. Insgesamt wurden an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet zehn Bohrungen bis zu einer Maximaltiefe von ca. 1400 Meter (Kavierleinsbrunnen) niedergebracht. Doch statt der erhofften Bodenschätze stieß man - meist in 300 bis 400 Meter Tiefe - "nur" auf Mineralwasser. Diese tiefen Grundwässer standen regelmäßig unter artesischem Druck und traten nach dem Anbohren in meterhohen Fontänen aus dem Bohrloch aus. Balneologen erkannten rasch die einzigartige Zusammensetzung und den hohen medizinischen Anwendungswert dieser Wässer. Um einige dieser Mineralwasserquellen herum, vor allem um die König-Ludwig-Quelle im heutigen GRUNDIG-Werksgebiet an der Kurgartenstraße (!), wurde vor dem ersten Weltkrieg ein professioneller Kurbetrieb ("Bad Fürth") aufgebaut. Dagegen blieb die Gustav-Adolf-Quelle in Weikershof ohne diese exklusive Nutzung und war eher für die breite Öffentlichkeit zugänglich. Heute präsentiert sie sich durch die Bemühungen des Bürgervereins Nürnberg-Gebersdorf wieder im neuen Glanz, nachdem sie in den 80er Jahren aufgrund der Lage in der engeren Schutzzone der Wasserversorgung Fürth zurückgebaut wurde.


Manfred Gruber:  Wirtshäuser in Oberasbach, 4. Teil: Rehdorf

"Ein Ortsteil mit bewegter Wirtshaus-Vergangenheit". So kennzeichnet Manfred Gruber im 4. Teil seiner Beschreibung: "Wirtshäuser in Oberasbach" diesen östlichen Ortsteil unserer Stadt. Das kleinste Wirtshaus der Welt mit Platz für immerhin 8 Personen hatte bis 1885 seine Türen geöffnet. Auch die Gastwirtschaft Haspel existiert schon lange nicht mehr. Nur in das Wirthaus "Zur frischen Quelle" ist die Einkehr heute noch möglich.

 

Werner Baumbach:  Oberasbach während des 1. Weltkrieges

Werner Baumbach beschreibt in dieser Fortsetzung die Zeit vom September bis Dezember 1916. Die erbitterten Kämpfe an der französischen Front, vor allem im Raum von Verdun, und zu Hause wachsende Engpässe und die Auflage von weiteren Kriegsanleihen zeichnen ein authentisches Bild dieser schweren Zeit.